Passgenauer Content für Ihr Online-Marketing

Heinz-Joachim Imlau

Heinz-Joachim Imlau
Technik-Journalist

TECHTIMES ist ein Redaktionsbüro für Online-Marketing. Genauer: Für die Content-Produktion im Online-Marketing. Wie der Name schon andeutet, geht’s bei TECHTIMES vorrangig um technische Inhalte. Das Themenpektrum reicht von Consumer Electronics über Automotive und Maschinenbau bis zu Medizintechnik, IoT, Telekommunikation und SaaS.

Diese Spezialisierung kommt nicht von ungefähr: Ich leitete viele Jahre eine auf Technik-Themen spezialisierte PR- und Content-Agentur. Zu meinen Kunden gehörten beispielsweise Canon Deutschland, HP und Delta Electronics (mehr dazu lesen Sie unter Background). Im Gegensatz zu einer klassischen Online-Agentur mit festangestellten Kreativen arbeitet TECHTIMES auf der Basis eines Freelancer-Netzwerks aus erfahrenen Spezialisten. Dazu gehören IT-Fachjournalisten ebenso wie Grafiker, Mediengestalter, Videoproduzenten und Fotografen.

Meine Aufgabe besteht im Wesentlichen aus Beratung, Konzeption und Organisation rund um Online-Marketing inklusive SEO und SEM. Da ich aber seit Jahrzehnten journalistische Texte produziere und über eine entsprechende Ausbildung verfüge, formuliere ich auch sehr häufig selber. Beispielsweise bei technisch komplexen Themen. Meinen Auftraggebern kann ich somit jederzeit professionelle Leistungen auch bei größeren Content-Projekten (> 100 Seiten pro Monat) zu wettbewerbsfähigen Honoraren anbieten.

Am Anfang stehen Beratung und Konzeption

Content-StrategieEines der Alleinstellungsmerkmale meines Redaktionsbüros – neben der Spezialisierung auf technische Themen – ist sicherlich die Entwicklung content-getriebener Online-Strategien. Denn die Produktion redaktioneller Beiträge – als wichtigste Konsequenz modernen Online-Marketings – setzt eine professionelle Planung voraus. Deshalb mache ich mich zunächst mit Ihren Produkten und Dienstleistungen vertraut und tauche in die DNA Ihres Unternehmens ein. Ich analysiere Ihre bisherigen Aktivitäten rund um typische Customer Journeys, beschäftige mich mit den von Ihnen definierten Buyer Personas, mir Ihrem Lead Management und den Conversion Funnels. Mein Team und ich bewerten schließlich Ihre Website und die Online-Präsenzen Ihrer direkten Wettbewerber nach von uns entwickelten Checklisten.

Das Ergebnis mündet in einem Strategiepapier mit konkreten Handlungsempfehlungen hinsichtlicher Art, Zeitraum, Anzahl und Distribution der zu produzierenden Beiträge. Und da Pressearbeit für mich nach wie vor beim Aufbau qualifizierter Leads eine große Rolle spielt, enthält auch das Strategiepapier entsprechende Vorschläge.

Unsere wichtigsten Content-Bausteine

Content-ProduktionContent für Websites und soziale Medien

Kommerzielle Websites und deren Pendants bei Facebook & Co. sind schon längst keine digitalen Verkaufsprospekte mehr. Zumindest bei jenen Unternehmen, die Wert auf eine langfristige Kundenbindung legen. Gefragt sind vielmehr die persönliche Ansprache, sind Hintergrundinformationen und Ratgeber. Dennoch finden sich vor allem bei reinen B2B-Präsenzen die alles überstrahlenden „Kauf-mich“-Signale. Fehlen zusätzliche Nutzwerte wie redaktionell abgefasste Beiträge, reduziert sich der Besuch des potenziellen Kunden auf den Preisvergleich. Kann hier das Unternehmen ebenfalls nicht punkten, ist der Besucher weg. Schließlich ist der Online-Wettbewerber nur ein paar Mauklicks entfernt.

TECHTIMES schafft in solchen Fällen Abhilfe. Durch passgenauen Content, der Ihr Online-Angebot unterstützt. Das können professionell formulierte Webtexte ebenso sein wie downloadbare Fallstudien, Checklisten oder didaktisch aufbereitete Ratgeber.

Content-PRContent für PR

Im Inbound-Marketing steht die Generierung qualifizierter Leads („Warm Leads“) an oberster Stelle. Dabei nehmen Public Relations traditionell eine wichtige wenngleich oft nur schwer umzusetzende Rolle ein. Denn anders als bei bezahlter Werbung bestimmt der Redakteur des Mediums, ob der Beitrag erscheint oder nicht. Und diese Entscheidung ist von vielen journalisitischen Stellschrauben abhängig, zum Beispiel von der Aktualität der Pressemitteilung, der thematischen Relevanz und der Textqualität. Und nicht zuletzt von der Güte der verwendeten Redaktionsadressen.

TECHTIMES verfügt auch in der PR, speziell in der Pressearbeit, über umfangreiche Expertise und Erfahrung. Die Redaktionsadressen kommen direkt vom STAMM Verlag in Essen, der mit der Datenbank STAMM Impressum die umfangreichsten Kollektionen für Deutschland, Österreich und die Schweiz anbietet.

Lead-Nurturing-ContentContent fürs Lead Nurturing

Das Lead Nurturing, also die „Pflege“ der kaufbereiten Kontakte innerhalb des Lead Management, gehört mit zu den anspruchsvollsten Aufgaben im gesamten Online-Marketing. Denn noch hat sich der Kunde nicht für den „final click“ entschieden. Sei es, dass er noch ein anderes, vergleichbares Angebot in der Beobachtung hat, ihm der Preis zu hoch erscheint oder ihm einfach noch der letzte Impuls für die Kaufentscheidung fehlt. Wie dem auch sei: Jetzt abzuwarten und nur zu hoffen, wäre fatal. Ebenso fatal wäre es aber auch, ihn mit Hard-Selling-Methoden zum Kauf zu drängen. Denn was im stationären Handel durchaus funktionieren kann, ist online schlicht unmöglich. Kein Kunde lässt sich hier einfach überreden.

TECHTIMES verfügt allerdings über Content-Bausteine, die dem potenziellen Kunden den Kauf äußerst schmackhaft machen, ohne dass der Anbieter in einen Preiskampf abrutscht. Dazu zählen beispielsweise Cliffhanger-Ratgeber per E-Mail-Newsletter, How-to-Videos, personalisierte E-Books oder Webinare und Online-Workshops …

Hier noch drei Beispiele für technische Ratgebertexte …

Zum Öffnen der Texte bitte Thema anklicken!
Oszilloskope

Oszilloskope – Fenster in die Welt der Signale

Ob einfaches Analog- oder komplexes Digitalgerät – in der Elektronikerwerkstatt ist ein Oszilloskop (fast) unverzichtbar

Oszilloskope sind die Tausendsassas im Elektroniklabor. Sie messen elektrische Signale über definierbare Zeiträume und stellen sie üblicherweise zweidimensional (X- und Y-Achse) auf einem Display dar. Das Prinzip ist zwar recht einfach, die Wahl des „richtigen“ Oszilloskops aber oftmals schwierig. Lesen Sie hier, wie Sie das für Sie passende Multitalent finden.

Was ist ein Oszilloskop?

Ein Oszilloskop besteht prinzipiell aus drei Komponenten: dem Bildschirm, der Elektronik sowie den Tastköpfen. Letztere stellen sozusagen die Verbindung zur Außenwelt dar. Die mit einem Tastkopf abgegriffenen elektrischen Signale – beispielsweise aus einer Wechselstromquelle – werden von der Elektronik hinsichtlich Intensität und Impulsdauer aufbereitet und auf dem Bildschirm dargestellt. Über Kontrollknöpfe lässt sich die Skalierung horizontal und vertikal einstellen. Die vertikale (Y) Anzeige repräsentiert typischerweise die Spannung in Volt, die horizontale (X) die Zeit in Sekunden.

Welche Oszilloskope gibt es?

Über Jahrzehnte verwendeten Elektroniker analoge Oszilloskope mit Röhrenbildschirmen (CTR), die einstmals sehr teuren Geräte sind vereinzelt immer noch zu finden. Heute gibt‘s analoge Oszilloskope schon für weniger als 200 Euro. In der Ausstattung sind sie allerdings sehr spärlich und höchstens für Servicetechniker oder in der schulischen Ausbildung interessant. Moderne Digital-Oszilloskope mit LC-Display kosten dagegen mehrere zehntausend Euro – sofern man ein High-End-Gerät bevorzugt. In den allermeisten (Labor-)Fällen genügt aber ein Oszilloskop im Preissegment von etwa 400 bis 1500 Euro. Größter Vorteil der digitalen Oszilloskope: Die erfassten Daten lassen sich speichern, beispielsweise über einen USB-Stick, und anschließend am PC weiterverarbeiten.

Tipp: Keine Angst vor Experimenten mit dem Oszilloskop. Wenn Sie es nicht gerade mit sehr hohen Spannungen oder Strömen füttern, kann es nicht kaputt gehen. Funktioniert gar nichts mehr, drücken Sie einfach den Knopf „Autoset“, dann stellt sich das Gerät in den Normalzustand zurück.

Qualitätskriterien eines Oszilloskops

Der Preis eines digitalen Oszilloskops wird wie bei einem Auto von zwei Kriterien beeinflusst: Leistung und Ausstattung. Hinzu kommt die Zuverlässigkeit, bestimmt durch die Güte der Verarbeitung und die Qualität der Bauteile. Dringend abraten möchten wir an dieser Stelle von Käufen zu „sensationellen“ Preisen von bislang unbekannten Herstellern oder Vertriebsfirmen. Da Oszilloskope in der Regel Eingangsspannungen von bis zu 400 Volt verarbeiten können, wirken sich Fabrikationsfehler oft höchst fatal aus. Zudem entsprechen die technischen Daten nur selten der Realität.

Diese typischen Leistungs- und Ausstattungsmerkmale bestimmen den Preis:

Bandbreite: Oszilloskope wurden hauptsächlich entwickelt, um elektrische Signale in Wellenform anzuzeigen, dazu zählen Sinus-, Rechteck-, Dreieck- und Sägezahnschwingungen. Einfache (analoge) Oszilloskope können hier höchstens mit Frequenzen von wenigen MHz „gefüttert“ werden. Digitale Einstiegsoszilloskope dagegen verarbeiten bereits Signale von 50 bis 100 MHz, was in der Praxis oft vollkommen genügt. Geräte am Ende der Preisskala akzeptieren sogar Frequenzen von einem Gigahertz oder mehr.

Kanäle: Prinzipiell benötigt ein Oszilloskop nur einen einzigen Kanal für den Signaleingang. Deutlich mehr Praxistauglichkeit bieten allerdings Geräte mit zwei oder vier Kanälen. Aus einem ganz einfachen Grund: Damit lassen sich zwei bzw. vier verschiedene Eingangsquellen simultan auf dem Display anzeigen und vergleichen, das ist beispielsweise bei der Schaltungsentwicklung oder der Fehlersuche bei elektronischen Bauteilen ein riesiger Vorteil.

Sampling-Rate: Wie bei allen digitalen Aufnahmenverfahren (siehe MP3) bestimmt die Sampling-Rate die Qualität. Das heißt: Je mehr Daten pro Sekunde erfasst werden, desto näher kommt die „Aufnahme“ eines Oszilloskops an das (analoge) Originalsignal heran. Denn auch hier werden die Zwischenschritte der einzelnen Impulse von AD-Wandlern (konvertieren analoge Signale in digitale) interpoliert. Und je kürzer die Abstände, desto geringer die Interpolationsfehler. Bereits Einsteigermodelle mit 100 Mhz Bandbreite verfügen oft über eine Echtzeit-Sampling-Rate von 1 GSa/s (eine Milliarde Samples pro Sekunde) und speichern diese mit 512 kpts (512.000 Messpunkte pro Sekunde) ab.

Tipp: Wenn Sie hinsichtlich der Speichertiefe (kpts) auf nahezu alle Eventualitäten vorbereitet sein wollen: Suchen Sie sich ein Oszilloskop mit vier gekoppelten Kanälen. Dann steht Ihnen bei der Nutzung von nur einem Kanal das Vierfache eines Einzelkanals an Speichertiefe zur Verfügung, bei zwei Kanälen immerhin noch das Doppelte.

Trigger: Ein gutes Oszilloskop verfügt über mehr oder weniger umfangreiche Trigger-Funktionen. Wie der Name schon andeutet, handelt es sich um frei definierbare Ereignisse, die eine Messung auslösen oder anhalten. Im einfachsten Fall wird beispielsweise ein Spannungswert ausgewählt, ab dem die Aufzeichnung starten oder stoppen soll. Gleichzeitig dient die Triggerung aber auch zur Stabilisierung der Anzeige bei periodischen Wellenformen. Optimal sind Geräte, die sich über einen externen Sensor triggern lassen, beispielsweise durch Systeme zur Bitmustererkennung oder durch Audioanlagen (Mikrofone, Pick-ups von Gitarren etc.).

Tipp: Im Allgemeinen werden Tastköpfe über Koaxialkabel mit dem Oszilloskop verbunden. Wichtig ist eine solche (relativ teure) Kabelform bei der Messung hochfrequenter Signale, um Einflüsse durch elektromagnetische Felder auszuschließen oder wenigstens zu minimieren. Bei Messungen beispielsweise im Audiobereich (< 20 kHz) reichen dagegen preiswerte, nicht abgeschirmte Kabel mit Krokodilklemmen an der einen und einem BNC-Stecker an der anderen Seite.

Einsatzbereiche eines Oszilloskops

Da Oszilloskope quasi jedwedes elektrische Signal darstellen können, sind die Einsetzbereiche ausgesprochen vielfältig. In der Praxis herrschen allerdings zwei Einsatzbereiche vor: Die Entwicklung elektrischer bzw. elektronischer Schaltungen und Komponenten sowie die Fehlersuche bei deren Reparatur. Ein Oszilloskop ist hier nahezu unverzichtbar, dennoch ist es lediglich ein Werkzeug wie jedes andere, dessen Funktion und Einsatzbereich man genau kennen muss.

Einsteiger ins faszinierende „Oszilloskopieren“ sollten deshalb unbedingt über die Anschaffung eines so genannten Funktionsgenerators nachdenken. Dieses Gerät ist kein Messwerkzeug, sondern liefert genau das, was ein Oszilloskop zur Darstellung benötigt: Periodische elektrische Signale. Mit einem Funktionsgenerator lassen sich hervorragend Signale unterschiedlicher Frequenzen und Wellenformen erzeugen und zur genauen Analyse ins Oszilloskop schicken. Da ein Funktionsgenerator auch für die Schaltungsentwicklung ausgesprochen hilfreich ist, lohnt sich die Anschaffung allemal.

Hier drei interessante Versuche:

Messung der Signallaufzeit in einem Kabel

Ein elektrisches Signal, das in einem Kabel transportiert wird, bewegt sich theoretisch mit Lichtgeschwindigkeit. Also braucht das Signal in einem längeren Kabel mehr Durchlaufzeit als bei einem kurzen. Was sich trivial anhört (die Lichtgeschwindigkeit liegt bei rund 300.000 km pro Sekunde), kann in manchen Fällen durchaus zu Messproblemen führen. Mit der Kombination aus Funktionsgenerator und Oszilloskop lässt sich die unterschiedliche Signallaufzeit selbst zwischen Kabeln von einem und fünf Meter messen.

Messungen an Tief- und Hochpassfiltern

Vor allem im Lautsprecherbau sind Hoch- und Tiefpassfilter notwendig. Diese Bauteile lassen nur bestimmte Frequenzen durch und blockieren alle anderen, so dass Basslautsprecher nur mit niedrigen (Tiefpass), Hochtöner nur mit hohen Frequenzen (Hochpass) versorgt werden. Am Oszilloskop lässt sich herausfinden, ob die gewählten Filter optimal mit den Lautsprechern harmonieren.

Messung der Blitzdauer einer Handy-Kamera

Für diesen Versuch benötigen Sie eine einfache Photodiode, die aus einfallendem Licht Strom erzeugt. Da ein Oszilloskop aber nur Spannungen und keine Ströme darstellen kann, muss die Diode zuvor über einen Widerstand (einige Kiloohm) an eine 12-V-Gleichstromquelle angeschlossen werden (Polarität beachten). Laut ohmschem Gesetz ist die Spannung zwischen Diode und Widerstand proportional zur Stromstärke und damit auf dem Oszilloskop darstellbar. Wird die Photodiode mit dem Handy angeblitzt, erscheint auf dem Display der Ausschlag, dessen Dauer auf der X-Skala abgelesen werden kann.

Tipp: Der Funktionsgenerator sollte mit direkter digitaler Synthese (DDS) ausgestattet sein, die arbeitet bedeutend genauer als früher übliche (analoge) Signalerzeugung mit Quarz-Oszillatoren. Die Preise praxistauglicher Funktionsgeneratoren bewegen sich im Bereich von 250 bis zu mehreren tausend Euro. Als Faustregel gilt: Der Generator sollte sich in etwa auf dem gleichen Preisniveau wie das Oszilloskop bewegen.

Raspberry Pi

Raspberry Pi – Kultobjekt und Bastlertraum

Der Einplatinen-Computer ist nicht nur preiswert, er bietet auch nahezu unbegrenzte Anwendungsmöglichkeiten

Mehr als sieben Millionen Menschen haben ihn bereits: Der kreditkartengroße Mini-Computer für weniger als 50 Euro begeistert seit mehr als vier Jahren die Bastlergemeinde. Lassen Sie sich ebenfalls vom Raspberry-Pi-Fieber anstecken, hier erfahren Sie die wichtigsten Fakten.

Was ist der Raspberry Pi?

Wer den Raspberry Pi mit einem „normalen“ PC vergleicht, liegt sowohl richtig als auch falsch. Denn zumindest die aktuelle Version 3 des Winzlings – von Insidern RasPi genannt – verfügt über jene Komponenten, die auch einen modernen, leistungsfähigen Rechner ausmachen: Ein schneller 4-Kern-Prozessor, HD-Grafik, HDMI-Bildschirmausgabe, SD-Kartenleser, LAN und WLAN sowie Bluetooth und einen Webcam-Anschluss . Dass der Vergleich mit einem PC dennoch hinkt, zeigt sich nicht nur an der Platinengröße von gerade mal 85,6 x 56,0 mm und dem Verkaufspreis von weniger als 50 Euro – der Raspberry Pi als solcher ist lediglich eine Ansammlung technischer Bauteile, die der Anwender mit externen Komponenten, Enthusiasmus und Kreativität erst zum Leben erwecken muss. Und genau darin liegt der Reiz des RasPi: Er lässt die 1980er Jahre, die goldene Ära der Computerbastler, wieder aufleben.

Die Architektur der Hardware

Beim ersten Blick auf die Platine den Raspberry Pi fällt sofort auf: Sie enthält jede Menge Schnittstellen, von der Stromversorgung über den Kopfhörerausgang und vier USB-Buchsen bis zu einem 40-poligen, aufgelöteten Stecker. Dieses „GPIO Connector“ genannte Interface (GPIO steht für „General Purpose Input/Output“, also etwa „Allzweck-Ein-und-Ausgabe“) stellt die Verbindung zur Außenwelt her. Dutzende fertig aufgebaute Boards gibt es mittlerweile, die einfach im „Huckepack“ auf den GPIO Connector aufgesteckt werden. Die Verkaufspreise sind auch in diesem Segment moderat und liegen selten über 50 Euro.

Herzstück der Platine ist natürlich die CPU. Beim aktuellen Modell 3 ist es der Cortex-A53-Prozessor von ARM, eine mit 1,2 Gigahertz getaktete 64-Bit-Version mit vier Kernen. Derselbe Chip enthält auch den Grafik-Prozessor „Broadcom Dual Core VideoCore IV“, der Full-HD-Videos (1920 x 1080) mit bis zu 30 Vollbildern in der Sekunde darstellen kann.

Einschränkungen hinsichtlich der seit langem bei PCs üblichen Performance gibt es lediglich beim Netzwerk. Das läuft maximal mit 100 Mbit/s und unterstützt noch den heute antiquiert wirkenden 10-Mbit-Modus.

Tipp: Wer zum Basteln nicht ständig seinen PC-Monitor an den RasPi anschließen möchte, sollte sich ein kleines LC-Display – erhältlich auch mit Touchscreen –  für den DSI-Anschluss (Display Serial Interface) als Erweiterungsboard besorgen, zu Kosten von etwa 30 bis 50 Euro. Die Auflösung ist absolut brauchbar, und man spart sich die Stöpselei. Alternativ gibt es als Ausgabemedium ein kleines, textbasiertes LC-Display. Der Anschluss eines Monitors, der FBAS unterstützt (alte, analoge Farb-TV-Norm, die der RaspPi ebenfalls bereitstellt) ist ebenso möglich wie der eines HDMI-fähigen Displays.

Interessante Erweiterungen

Der Raspberry Pi ist buchstäblich ein nach allen Seiten offener Computer, geprägt einerseits durch den GPIO Connector, andererseits durch die vier USB-Ports sowie den Netzwerkanschluss. So ist es relativ einfach, den Mini-Computer als Überwachungssystem einzusetzen. Kameras, Mikrofone und Bewegungsmelder werden für wenige Euro angeboten. Wer nicht nur reagieren, sondern agieren will, für den gibt es eine Erweiterungsboard für die komplette Haussteuerung. Enthalten sind Schaltausgänge beispielsweise für Motoren und Leuchten. In Kombination mit entsprechender Software lässt sich das „Smart Home“ per Internet ortsunabhängig steuern.

Multimedia-Fans sind mit dem RaspPi ebenfalls bestens bedient. So finden sich unter den Erweiterungsboards auch hochqualitative Umsetzer (DACs) für analoge Audiosignale mit Abtastraten von 192 kHz und mit 24-Bit-Auflösung. Besonders beliebt ist der Einsatz des RasPi als Mediacenter. Hier sind komplette Sets inklusive Software im Handel. Fotos, Filme und Musik lassen sich damit über das Netzwerk streamen, auch direkt aus dem Internet. Die Software erstellt personalisierte Bibliotheken mit Box-Covern und Beschreibungen, neben Playlist-und Diashow-Funktionen finden sich auch eine Wettervorhersage-Funktion und viele Audio-Visualisierungen.

Wieder mehr an die „echten“ Bastler wenden sich Erweiterungsplatinen beispielsweise mit Bewegungs-, Ultraschall und Temperatursensoren, Relais oder Potentiometern. Der handwerkliche Aufwand ist bei der Umsetzung in ein funktionierendes Gerät relativ gering. Dafür muss sich der Bastler allerdings mit der Steuerungs- bzw. Erfassungssoftware auseinandersetzen.

Tipp: Wer mit der Hardware und dem GPIO Connector experimentieren will, für den ist ein Breadboard (Steckplatine) eine große Hilfe. Das ist nichts anderes als eine Kunststoff-Steckplatine mit gleichmäßigen Rasterabstand. Im Inneren befinden sich Federkontakte aus Metall, in die elektronische Bauteile gesteckt und ohne löten miteinander verbunden werden können. Dadurch lassen sich Schaltungen einfach wieder abbauen, die Bauelemente können im nächsten Versuchsaufbau unbeschadet wiederverwendet werden.

Auswahl der Software

Die für einen Computer wichtigste Software ist zweifellos das Betriebssystem. Der RaspPi macht davon keine Ausnahme. Sozusagen als Standard hat sich inzwischen Raspbian etabliert, eine auf der Linux-Distribution aufbauende Debian-8-Version. Da der RasPi lediglich ein Gigabyte Arbeitsspeicher und keinerlei Festspeicher besitzt, werden sowohl das Betriebssystem als auch die Anwendungssoftware von einer SD-Karte gestartet. Vorteil von Raspbian: Das System enthält die Programmiersprache Python, die einst als Namensgeber für den Raspberry Pi fungierte. Python ist relativ leicht erlernbar und wird im Quellcode sogar mit vielen Erweiterungsboards mitgeliefert. Wer selber Software für den RasPi schreiben will, kommt um das Erlernen dieser Programmiersprache nicht herum. Zum Glück gibt es dafür sehr gute Bücher und Lernprogramm und nicht zuletzt das Internet mit zahlreichen Foren rund um RasPi und Python-Programmierung.

Tipp: Wenn Sie mehrere Betriebssysteme auf Ihrem RasPi nutzen wollen, laden Sie sich die Software „Noobs“ von der Raspberry-Pi-Homepage herunter (https://www.raspberrypi.org/downloads/noobs/). Die Installationssoftware enthält nicht nur Raspbian, sondern lädt auch Wunsch auch andere Betriebssysteme automatisch aus dem Netz herunter und installiert diese.

Einen neuen Weg in der RasPi-Programmierung geht Microsoft. Das marktbeherrschende Unternehmen für Betriebssysteme stellte im Oktober 2015 „Windows 10 IoT Core“ vor, eine Windows-10-Version, die speziell für das „Internet der Dinge“ (Internet of Things, IoT) entwickelt wurde, auch auf dem RasPi läuft und kostenlos heruntergeladen werden kann. Programmiert wird in „Visual Studio“, auf der Download-Seite von Microsoft wird genau erklärt, wie sich die Programmierumgebung nutzen lässt.

Übrigens: Wem der Begriff IoT noch nicht viel sagt: Es geht hier nicht um den typischen Dialog zwischen Mensch und Computer, sondern um die Kommunikation von Maschinen unter sich, und zwar über Internetverbindungen. Klassisches Beispiel ist der Drucker, der automatisch bei einem Internet-Lieferservice neue Patronen bestellt, sobald deren Tinte zur Neige geht. Der RasPi ist für solche Zwecke geradezu prädestiniert: Es ist klein und leicht, benötigt wenig Strom – und er ist preiswert.

Kondensatoren

Kondensatoren – Typen und Einsatzbereiche

Ohne Kondensatoren geht’s nicht. Die „Verdichter“, so die Übersetzung aus dem Lateinischen,  gehören – neben Widerständen und Spulen – zu den Grundelementen zahlloser elektrischer und elektronischer Schaltungen

Der berühmteste Kondensator ist zweifellos der „Fluxkompensator“ aus der Science-Fiction-Trilogie „Zurück in die Zukunft“. Im Original heißt das Kernstück der Zeitmaschine nämlich „Flux Capacitor“, also etwa „Zeitflussverdichter“. Der Begriff „Kompensator“ ist schlicht ein Übersetzungsfehler. Den „Flux Capacitor“ können wir Ihnen leider nicht anbieten, dafür erfahren Sie hier das Wichtigste zu üblichen Kondensatoren.

Was sind Kondensatoren?

Kondensatoren bestehen im Prinzip aus zwei leitfähigen Materialien, die durch ein nicht leitfähiges Material voneinander getrennt sind. Sie sind in der Lage, in einem Gleichstromkreis elektrische Ladung und deren Energie in einem elektrischen Feld (Kapazität, ausgedrückt in Farad) zu speichern. Die einfachste Funktion kennt jeder: Das Elektronenblitzgerät, eingebaut bzw. separat aufgesteckt bei Fotokameras und Smartphones. Hier wird ein Kondensator über den (Gleichstrom-)Akku aufgeladen und die gespeicherte Energie als Lichtblitz wieder abgegeben. Liegt am Kondensator dagegen Wechselstrom an, verhält er sich wie ein Widerstand, dessen Wert (Impedanz) von der Frequenz der Wechselspannung abhängt.

Typen und Einsatzbereiche

Keramikkondensatoren

Die in elektrischen oder elektronischen Schaltungen vorherrschenden Kondensatoren sind jene, die keramische Materialien als isolierende Schicht (Dielektrum) verwenden. Es gibt sie in den unterschiedlichsten Bauformen, heute überwiegend als einlötbare Scheibenkondensatoren und vor allem als winzige, direkt auf der Platine montierte Chipkondensatoren (SMD = Surface-Mounted Device). Über eine Billion Keramikkondensatoren werden jährlich produziert, Tendenz: weiter steigend.

Einsatzbereiche:

Keramikkondensatoren finden sich überwiegend im rein elektronischen Bereich, beispielsweise auf Computerplatinen. Für ihre Einsatzbereiche existieren drei Klassen:

Klasse 1 verfügt über eine eng definierte Temperaturcharakteristik, ihre Kapazität bleibt sehr stabil. Klasse 2 ist hinsichtlich Spannung und Temperatur weniger stabil, Abweichungen bei der Kapazität können bis zu 20 Prozent betragen. Die Kapazität der Klasse-3-Kondensatoren kann sich je nach Temperatur und Spannung drastisch ändern. Dennoch sind sie ideal beim Aussieben hochfrequenter Störungen, da es hier vor allem auf zwar wechselnde, aber auch sehr hohe Kapazitäten ankommt. Zudem sind Keramikkondensatoren der Klasse 3 recht preiswert und klein.

Folienkondensatoren

Während das Dielektrium bei Keramikkondensatoren aus keramischen Granulaten wie Titandioxid besteht, enthalten Folienkondensatoren als nicht leitfähiges Material Plastikfolien, beispielsweise aus Polypropylen oder Polyester. Polyester-Folienkondensatoren sind ausgesprochen preiswert und werden in Massen produziert.  Dank relativ kleiner Abmessungen bei vergleichsweise hohen Kapazitätswerten sind sie in der Elektronik nicht mehr wegzudenken.

Einsatzbereiche:

Folienkondensatoren sind prädestiniert für Einsätze im Gleichspannungsbereich, zum Beispiel als Entstörkondensatoren. Hochfrequente Störsignale, die beim Betreiben elektrischer oder elektronischer Geräte entstehen können, schließen sie kurz und verringern damit der elektromagnetischen Störeinflüsse. Da ihre Kapazität auch bei schwankenden Temperaturen und Spannungen relativ stabil bleibt, eignen sich Folienkondensatoren auch für Anwendungen im Audiobereich, zum Beispiel bei Frequenzweichen.

Elektrolytkondensatoren

Kommt es auf hohe Kapazitäten an, greifen Elektroniker zu Elektrolytkondensatoren, kurz: Elkos. Im Gegensatz zu Keramik- und Folienkondensatoren eignen sich Elkos ausschließlich für Schaltungen, in denen Gleichspannung anliegt, Elektrolytkondensatoren sind demensprechend gepolt. Falschpolung oder zu hohe Spannungen zerstören Elkos. Eine Ausnahme bilden die im Audiobereich oft verwendeten bipolaren Elektrolytkondensatoren.

Einsatzbereiche:

Elkos können als kurzzeitiger Energiespeicher (Blitzgeräte) ebenso eingesetzt werden wie zum Sieben oder Glätten gleichgerichteter Wechselspannungen. Üblicherweise kommen Elkos im Niedrigvolt-Bereich zwischen zehn und 25 Volt zum Einsatz. Auf einer Platine gehören sie zu den auffälligsten Bauteilen, da sie dort zumeist als keine „Becher“ aufgelötet sind. Es gibt sie aber auch in Quaderform zur  Oberflächenmontage. Die individuelle Leitfähigkeit des Kondensators hängt vom gewählten Anodenmaterial und dem Elektrolyt ab. So existieren neben dem „Klassiker“ aus Aluminium-Anode und flüssigem Glykol als Elektrolyt beispielsweise auch Elkos mit Tantal/Schwefelsäure und Niob/Manganoxid.

Sonstige Bauformen

Radiobastler bis in die 1970er Jahre hatten mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit einen Kondensator in ihrer Sammlung, der heute kaum noch angeboten wird: Der Drehkondensator mit Luft (!) als Dielektikum. Er diente seinerzeit zur Sendereinstellung bei Rundfunkgeräten. Heute werden solche Drehkondensatoren lediglich noch als „Trimmer“ angeboten, beispielsweise zur einmaligen oder reparaturbedingten Einstellung von Filtern oder Schwingkreisen.

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