Deshalb ist „Cross Device Tracking“ unverzichtbar

Das „Device Switching“, die Nutzung unterschiedlicher Endgeräte beim Besuch eines favorisierten Online-Shops, wird immer öfter zur gängigen Praxis. Denn neben (oder statt) einem klassischen PC nutzen inzwischen Millionen Internetkäufer Notebook, Tablet, Smartphone und internetfähige Fernsehgeräte fürs Shopping. Und da diese Devices häufig gewechselt werden, haben viele Marketer ein Problem: Durch das Tracking lediglich eines einzigen Endgerätetyp – meist des PCs – enthält die Customer Journey Lücken. Es lässt sich nicht eindeutig ermitteln, WARUM der Kunde beispielsweise auf einem Smartphone den „last click“ für den Kauf gesetzt hat. Die so wichtige Bestimmung der KPIs wird zum Ratespiel.

Ein typisches Szenario

Mario S. (53), Sachbearbeiter bei einer Versicherung, will für sich und seine Frau E-Bikes anschaffen. Auf dem Büro-PC googelt er in der Mittagspause nach Angeboten. Angezeigt werden auch Seiten des Online-Shops seines Vertrauens. Da ihm die Zeit für genaue Recherchen fehlt, schickt er sich die URLs des Shops an seine private E-Mail-Adresse. Zu Hause öffnet er die Mail mit seinem Tablet und klickt auf die Adressen. Er geht die Angebote durch und kommt schließlich auf eine Seite, die leichtverständlich die Vor- und Nachteile von E-Bikes erklärt und Entscheidungshilfen gibt. Besonders überzeugt hat ihn schließlich eine Checkliste, deren Auswahlkriterien zu drei E-Bike-Modellen aus einem eher hochpreisigen Segment führen. Es setzt die drei Modelle auf die persönliche Wunschliste, da er eine Kaufentscheidung erst noch mit seinen Stammtischfreunden diskutieren will. Abends treffen sich die Freunde, Mario S. holt sein Smartphone aus der Tasche und loggt sich beim Shop ein. Nach kurzer Zeit sind sich alle einig, welches E-Bike-Modell gekauft werden soll, und Mario S. klickt auf den Bestell-Button …

Arbeitet die Analyse-Software des Shops mit „Cross Device Tracking“, erfährt der Marketer zu diesem E-Bike-Kauf drei sehr wichtige Fakten:

  1. Sein Kunde nutzt unterschiedliche Endgeräte beim Online-Shopping, das spricht für Offenheit hinsichtlich technischer Entwicklungen und Innovationsfreude. Konsequenz: Im individualisierten E-Mail-Marketing werden technische Freizeitprodukte besonders herausgestellt.
  2. Der Kunde ist kritisch und will sich vor einem Kauf möglichst umfangreich und zielführend informieren. Darauf deutet die relativ lange Verweildauer auf den Ratgeberseiten hin. Konsequenz: Die Content-Strategie kommt auf den Prüfstand, da kompetent abgefasste, werbefreie Ratgeberthemen offensichtlich kaufentscheidend sein können (Stichwort: Lead Nurturing).
  3. Anhand der Customer Journey lassen sich sowohl Retargeting-Maßnahmen für diesen Kunden optimieren (beispielsweise spezielle Call-to-Actions für mobile Endgeräte) als auch die individuelle Werbeschaltung über Ad-Server.

Es ist also sehr zu empfehlen, für einen Online-Shop eine Analyse-Software mit automatischem „Cross Device Tracking“ einzusetzen. Wer die Investition scheut: Das kostenlose Tool „Google Analytics“ zeigt zumindest ansatzweise, was heute technisch möglich ist …

 

Linkbuilding über Ihr eigenes Online-Magazin

„Warum sollten wir noch ein Online-Magazin starten, wir haben doch schon eine Website?“ Eine durchaus berechtigte Frage!

Antwort: Während es auf der Firmen-Homepage in erster Linie um Produkte oder Dienstleistungen geht, stehen beim Online-Magazin die Kunden im Mittelpunkt. Sie werden unterhalten und informiert, über rein journalistische Formate wie Reportagen und Interviews, über Ratgeber und Hintergrundberichte. In einem Online-Magazin geht es nicht vordergründig ums Verkaufen, sondern um Kundenbindung, um Reputation, um Seriosität und Kompetenz. „Schön und gut“, argumentieren Sie jetzt vielleicht . “Dann ergänzen wir unsere Website eben um ein paar redaktionelle Beiträge und gut ist!“ Eben nicht!

Mit dem eigenen Online-Magazin auf Spitzenplätzen bei Google

Heute definiert sich der Erfolg einer Firmen-Homepage nicht zuletzt über die Position auf den Ergebnisseiten (SERPs) der Suchmaschinen. Und die wird einerseits durch viele und gute Backlinks bestimmt, andererseits zählt besonders für Google der informelle Wert der Inhalte. Und der lässt sich nicht durch zwei, drei Ratgebertexte oder gar willkürliches Einstreuen von Keywords in Produktbeschreibungen beeinflussen. Mit dem eigenen Online-Magazin schlägt man dagegen zwei Fliegen mit einer Klappe: Sie bieten sowohl Ihren Kunden als auch Google einen echten Mehrwert. Vor allem dann, wenn Sie Artikel oder Illustrationen veröffentlichen, die per Backlink refenziert sind.

Lohnen sich Kundenmagazine überhaupt?

Durchaus. So erklärt Dr. Florian Haumer, Kommunikationswissenschaftler aus Dresden, in einem Interview mit „Flurfunk Dresden“:

„Kundenmagazine sind ein nützliches Instrument innerhalb der Kundenkommunikation, mit dem man viele verschiedene Unternehmens- und Marketingziele ansteuern kann. Zum Beispiel den Aufbau von Wissen über bestimmte Produkteigenschaften, die Verbesserung des Unternehmensimage oder die direkte Absatzförderung. Das ist alles aber kein Geheimnis mehr. Bereits seit einigen Jahren verlagern Unternehmen ihre Media-Budgets immer mehr in Richtung „Direkt Marketing“ und „Corporate Publishing“, weil klassische Werbung an Wirkung verloren hat. Die Menschen sind von der ganzen Werbung auf allen Kanälen zunehmend genervt.“

Teure Datenfallen im Online-Marketing

Online-Marketing boomt, auch bei kleinen und mittelständischen Unternehmen. Mangels eigener Ressourcen werden dafür in der Regel entsprechende Internetunternehmen angeheuert. Arbeiten diese aber nicht gesetzeskonform, kann’s für den Auftraggeber ausgesprochen teuer werden. Stichwort: Datenschutz.

Eine der wichtigsten Disziplinen im Online-Marketing ist die Generierung von Adressen potenzieller Kunden über entsprechend aufgebaute Webseiten. Eingesetzt werden dabei beispielsweise Werbebanner in Suchmaschinen, die bei einem Klick auf so genannte Landing Pages führen. Hier kann dann der Interessent Name und Adresse eingeben.

Abmahnung geschickt

Für Internetagenturen gehört dieses Verfahren sozusagen zum Tagesgeschäft und sollte hinsichtlich wettbewerbsrechtlicher Fallstricke eigentlich beherrscht werden. Davon ging auch der Hersteller von Blutdruckmessgeräten aus, der über eine Internetagentur eine Marketing-Kampagne für Testgeräte in Auftrag gab. Die Agentur legte denn auch auf einem von ihr verwalteten Webserver eine Landing Page an. Die Aktion wurde aber schon kurz nach der Aktivierung abgebrochen, ein Wettbewerber des Auftraggebers hatte die Agentur abgemahnt. Vorwürfe: Verstöße gegen das Heilmittel- und Telemediengesetz sowie gegen das Gesetz gegen den unlauteren Wettbwerb. Auf der Landing Page gab es weder ein Impressum noch die vorgeschrieben Hinweise zum Datenschutz.

Die Agentur sah ihren Fehler ein und gab die „strafbewehrte Unterlassungserklärung“ ab, der gleichzeitig abgemahnte Auftraggeber dagegen verwies hinsichtlich der Verantwortung auf die Agentur, schließlich habe die alles falsch gemacht. Die Sache landete vor dem Oberlandesgericht Hamburg (Az. 3 U 26/12). Das OLG stellte klar, dass der Auftraggeber für einen Verstoß seines Dienstleisters haftet und verwies auf § 8 Abs. 2 UWG: „Werden die Zuwiderhandlungen in einem Unternehmen von […] Beauftragten begangen, so sind der Unterlassungsanspruch und der Beseitigungsanspruch auch gegen den Inhaber des Unternehmens begründet”.

Mit Employer Branding gegen Fachkräftemangel

Alfons K. (63), Inhaber einer Maschinenbaufirma in Baden-Württemberg mit 68 Mitarbeitern, kann sich über mangelnde Aufträge nicht beklagen. Ganz im Gegenteil: Die Nachfrage nach seinen Produkten übersteigt bei weitem seine personelle Kapazität. Und genau das ist das Problem. “Wir finden einfach keine hochqualifizierten Fachkräfte mehr”, beklagt sich der Diplom-Ingenieur. “Die wirklich lukrativen Aufträge mit hohem Entwicklungsaufwand müssen wir inzwischen ablehnen. Wir haben zwar mit unseren Standardprodukten genug zu tun, doch die Margen werden immer kleiner. Wenn das so weitergeht, übersteigen die Kosten die Gewinne. Dann kann ich meinen Laden dicht machen!”

employerbrandingSo wie Alfons K. geht es derzeit vielen Inhabern kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU). Trotz eigentlich guter Auftragslage schwebt das Damoklesschwert des Niedergangs über ihren Köpfen. Auslöser ist nach wie vor der eklatante Fachkräftemangel, der durch den Rückzug der “Baby Boomer” aus dem Arbeitsleben in Zukunft noch befeuert wird: Sehr gut ausgebildete Leute der geburtenstarken 1950er Jahre verabschieden sich in den vorzeitigen oder regulären Ruhestand. Ersatz ist nicht in Sicht.

Die meisten der so betroffenen Unternehmer reagieren auf das riskante Defizit traditionell mit Stellenanzeigen. Dass diese nicht so recht funktionieren, ist einem Umstand geschuldet, der in KMU-Kreisen sehr weit verbreitet ist: Die Firma ist außerhalb der engen Branchengrenzen nahezu unbekannt. So bewerben sich dann die wenigen vorhandenen Fachkräfte vor allem aus MINT-Bereichen (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik) lieber bei renommierten Unternehmen mit wohlklingenden Namen. KMU haben das Nachsehen – trotz teilweise deutlich attraktiverer Arbeitsbedingungen.

“Employer Branding hat zum Ziel, in den Wahrnehmungen zu einem Arbeitgeber eine unterscheidbare, authentische, glaubwürdige, konsistente und attraktive Arbeitgebermarke auszubilden, die positiv auf die Unternehmensmarke einzahlt.”
(Quelle: Queb e.V.)

Das heißt also nichts anderes, als das Unternehmen “als Arbeitgeber” bekannt – und begehrt – zu machen. Herkömmliche Strategien aus Werbung und PR greifen dabei zu kurz, gefragt sind vielmehr Maßnahmen, die einerseits das menschliche “Bauchgefühl” direkt ansprechen und andererseits nachhaltig wirken.

Empfohlene Maßnahmen fürs Employer Branding

Online-Magazine

Mit einem informativen und zugleich unterhaltsamen Online-Magazin erreichen Sie Ihre potenziellen Fachkräfte aus den MINT-Bereichen genau da, wo sie täglich zu finden sind: im Internet. In Reportagen, Interviews, Fotos und Videos beschreiben Sie beispielsweise, welche Vorteile Ihr Unternehmen Fachkräften bietet.

E-Mail-Newsletter

Ihr Newsletter ist sozusagen die Kurzform Ihres Online-Magazins. Mit einem wichtigen Unterschied: Während das Magazin im Internet extra angesteuert werden muss (Pull), kommt der Newsletter frei Haus (Push) – an Empfänger, die sich dafür extra eingetragen haben.

Fachbücher

Viele Inhaber eines kleinen oder mittleren Unternehmens besitzen einen Erfahrungsschatz, der Wert ist, veröffentlicht zu werden. Als Fachbuch beispielsweise. Dank “Book on Demand” halten sich die Kosten dafür in überschaubaren Grenzen.

Case Studies

Es gibt wohl kaum ein besseres Verkaufsargument als positive Kundenbewertungen. Mit Case Studies stellen Sie diese überzeugend heraus. Die in der Regel zweiseitigen A4-Dokumente sollten entsprechend Ihrer Corporate Identity gestaltet sein.

Pressearbeit

Das  sprichwörtliche “Lass’ sie schreiben, was sie schreiben, Hauptsache, dass sie schreiben” gilt in Zeiten des Informationsüberflusses schon lange nicht mehr. Heutzutage werden Unternehmen von Medien nur dann zur Kenntnis genommen, wenn sie einen großen Namen besitzen oder spektakuläre Neuigkeiten zu vermelden haben. Mit professionellem Employer Branding kommen Sie diesem Ziel ein gutes Stück näher …

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Sechs Tipps für erfolgreiche Newsletter

Newsletter gehören zu den Basis-Instrumenten des Content-Marketings. Während sie früher nur in gedruckter Form versandt wurden, hat sich seit geraumer Zeit die Distribution über E-Mail etabliert. In der einfachsten Form im simplen Text-Format, heute vorwiegend als HTML-Datei inklusive Fotos und Firmenlogo. Allerdings:

„Viele als Newsletter bezeichnete E-Mails an Online-Kunden sind faktisch nur reine Werbe-E-Mails mit geringem Informationsgehalt“
(Quelle: Wikipedia)

Mehrwert ist der Schlüssel zum Erfolg

Falls Sie noch keinerlei Erfahrung mit Newsletter-Marketing gemacht haben – hier unsere Tipps, die sich bei vielen Kunden bewährt haben:

  1. Richten Sie in Ihrer Website die Rubrik „Newsletter“ ein. Das funktioniert am besten über die klassische Blog-Funktion des CMS, die automatisch Übersichtsseiten und entsprechende Single-Post-Seiten bereitstellt.
  2. Lassen Sie – von geeigneten Autoren – Inhalte mit Mehrwert produzieren, also Beiträge, die Ihre Kunden tatsächlich interessieren. Im B2B-Bereich wären das beispielsweise Artikel über aktuelle Managementthemen oder Gerichtsurteile, über Personalfragen oder Steuertricks. Je nach Budget sollten Sie monatlich zwischen zwei und vier Newsletter mit jeweils drei bis fünf Beiträgen veröffentlichen. Ihre Produkte oder Dienstleistungen dürfen Sie natürlich weiterhin anpreisen, aber unaufdringlich in Form von kleinen Bannern zum Beispiel.
  3. Beachten Sie bitte, dass jeder Beitrag aus den drei Komponenten Illustration (Foto oder Infografik), Überschrift mit Teaser sowie dem Fließtext (maximal 500 Wörter) bestehen muss.
  4. Vorausgesetzt, sie haben die schriftliche Einwilligung des Kunden (Double-opt-in) für den Empfang eines Newsletters, versenden Sie mit personalisierter Anrede (!) die Kurz-Version, bestehend aus einer kleinen Illustration, Überschrift mit Teaser sowie einem Link zum kompletten Beitrag.
  5. Optimal wäre es, wenn unter jedem Beitrag Verlinkungen zu sozialen Medien (wie Facebook, Google+ und Twitter) erscheinen. Ist der Beitrag wirklich lesenswert, wird er sich quasi automatisch verbreiten.
  6. Wenn es Ihre personellen Ressourcen erlauben, öffnen Sie den Lesern die Kommentarfunktion – allerdings nur mit manueller Freigabe des Kommentars durch Sie. Damit wirken Ihre Newsletter noch authentischer.

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