Bergpredigt

Content-Produktion nach dem „Jesus-Prinzip“

Warum war Jesus von Nazaret so erfolgreich? Laut Wikipedia ist das Christentum mit rund 2,26 Milliarden Anhängern vor dem Islam (rund 1,57 Milliarden) und dem Hinduismus (rund 900 Millionen) die am weitesten verbreitete Religion weltweit. Meine Meinung zu dieser Vormachtstellung: Jesus war ein begnadeter Marketing-Experte! Er beherrschte perfekt die Prinzipien, die heute zum Kleinen Einmaleins der Verkaufsförderung gehören:

  • Beherzige die Bedürfnisse deiner Kunden (Leid vermeiden und/oder Belohnung erhoffen)
  • Kommuniziere die Problemlösung anhand leicht verständlicher Beispiele (wie die Gleichnisse in der Bibel)
  • Fordere sie zum Handeln auf  („Gehet hin …“)

Was das mit modernem Online-Marketing zu tun hat? Eine ganze Menge!  Ob in den Bergen Judäas oder im Internet: Immer geht es darum, Menschen zu überzeugen. Von der eigenen Meinung, den eigenen Produkten oder der eigenen Dienstleistung. Im Gegensatz zur Bergpredigt muss der Protagonist im virtuellen Raum allerdings noch andere Register ziehen. Vor allem dann, wenn es um hochpreisige und zudem erklärungsbedürftige Angebote geht. So fehlt beispielsweise die so wichtige persönliche Ausstrahlung. Die beste Annäherung lässt sich aber relativ leicht realisieren – durch das Foto eines Experten, der den Besucher als „personal guide“ durch die Website führt.

Mehr Follower durch Content-Mehrwert

Bleiben die im Online-Marketing alles entscheidenden Fragen: Wie komme ich zu Besuchern („Leads“)? Wie kann ich sie qualifizieren und vom Kauf überzeugen? Jesus hatte es da einfacher. Seine Anhänger („Follower“) folgten ihm automatisch. Warum wohl? Ganz einfach: Er versprach ihnen einen Mehrwert – wie das Leben nach dem Tod oder die Vergebung aller Sünden – und erklärte ihnen den in der Tora beschriebenen Willen Gottes verständlich und verbindlich (siehe Wikipedia). Übersetzt in die Mechanismen des Content-Marketings beziehungsweise des Lead Managements heißt das:

Produziere Content, der den Besuchern einen echten Mehrwert bietet!

Besitzt der Content genügend Viral-Potenzial, verbreitet er sich von ganz allen und wird nicht nur Besucher, sondern auch Google begeistern. Für den notwendigen Anschub des Feedback lassen sich ebenfalls Parallelen zu Jesus finden. Er wurde in seinem „Marketing“ schließlich erheblich unterstützt – von den Aposteln! Solche „Supporter“ gibt’s auch heute noch: Zufriedene Kunden, die sich in Case Studies aka Fallstudien positiv und öffentlichkeitswirksam zu Ihrem Unternehmen und seinen Leistungen äußern. Nicht zu unterschätzen für das Seeding des eigenen Content sind aber auch Redakteure von Fachmagazinen, die praxisbezogene Gastbeiträge inklusive Fotos oder Illustrationen in der Regel gerne veröffentlichen – sofern sie den Lesern einen echten Nutzen bieten und nicht vordergründig auf kostenlose Werbung abzielen.

Fazit: Wer Content nach dem „Jesus-Prinzip“ produzieren lässt, kann nichts falsch machen. Prädestiniert ist dieses Prinzip vor allem für hochpreisige und erklärungsbedürftige Angebote, aus technischen Bereichen beispielsweise.

Bildquelle: Wikipedia (Die Bergpredigt, Carl Heinrich Bloch, ca. 1890)