If you pay peanuts, you get monkeys

Content: Wer billig kauft, kauft zweimal

Hand aufs Herz: Würden Sie in einem solchen Ladengeschäft Ihre Einkäufe erledigen? Die Schaufenster sind schmutzig, die Waren lieblos gestapelt, auf einigen liegt eine Staubschicht, andere Sachen wiederum machen den Eindruck, als ob sie direkt aus der Abfalltonne stammen …

Was in der physischen Welt fraglos zum Bankrott des Ladenbesitzers führen würde, ist in der virtuellen an vielen Stellen zu finden: Websites mit minderwertigen Inhalten, mit Billig-Content, schnell und für ein paar Euro von Hobby-Schreibern zusamengeschustert, um damit Suchmaschinen zu beeindrucken.

Dieses Sparen an der falschen Stelle kann aber richtig teuer werden. Denn da Billig-Content einen unangenehmen Eindruck hinterlässt und das Vertrauen in die Kompetenz des Anbieters schädigt, muss nachgebessert werden. Mit neuem, professionell produziertem Content. Aber den gibt’s (noch immer) nicht für ein Butterbrot, sprich: für ein paar Cent pro Wort. Die Ausgaben aber lohnen sich. Denn ein vom Content enttäuschter Besucher verschwindet oft auf Nimmerwiedersehen.

Je exklusiver das Angebot, desto wichtiger ist der Content

Wenn Sie das typische Einkaufsverhalten Ihrer Zielgruppe allerdings mit „Hauptsache, billig!“ definieren, spielt die Qualität Ihres Content keine Rolle. Zumindest solange nicht, bis jemand auftaucht, der’s noch billiger macht. Dann sind Sie – buchstäblich – weg vom Fenster. Loyalität ist für hartgesottene Schnäppchenjäger ein Fremdwort.

Kompensieren lässt sich ein im Vergleich zum Wettbewerb höherer Preis nur durch eines: durch Mehrwert. Das können spezielle Serviceleistungen sein. Oder Informationen, die es auf anderen Webseiten nicht gibt. Exklusive Newsletter beispielsweise, ebenso fachkundige Ratgebertexte, professionelle Fotos, erklärende Videos oder – ganz einfach – lesbare Texte in einwandfreiem Deutsch. Vor allem letzteres hat sich auf Firmen-Websites noch immer nicht flächendeckend durchgesetzt. Vielen Präsenzen sieht man an, dass die Texte von redaktionellen Laien gestrickt wurden. So als notwendiges Übel, um die Lücken zwischen den Produktbeschreibungen zu füllen. Anspruchsvolle Besucher, die auf solchen Websites immerhin einen höheren Preis zahlen sollen, schreckt diese Ignoranz gegenüber potenziellen Kunden ab. Sie kaufen woanders. Dort, wo man das Gefühl hat, als zahlender Kunde ernst genommen zu werden. Wo man nicht nur „kauf’ mich!“ sieht, sondern auch einen Zusatznutzen. Man sollte nicht vergessen: Die Konkurrenz ist immer nur einen oder zwei Mausklicks entfernt!