Employer Branding

Mit Employer Branding gegen Fachkräftemangel

Alfons K. (63), Inhaber einer Maschinenbaufirma in Baden-Württemberg mit 68 Mitarbeitern, kann sich über mangelnde Aufträge nicht beklagen. Ganz im Gegenteil: Die Nachfrage nach seinen Produkten übersteigt bei weitem seine personelle Kapazität. Und genau das ist das Problem. “Wir finden einfach keine hochqualifizierten Fachkräfte mehr”, beklagt sich der Diplom-Ingenieur. “Die wirklich lukrativen Aufträge mit hohem Entwicklungsaufwand müssen wir inzwischen ablehnen. Wir haben zwar mit unseren Standardprodukten genug zu tun, doch die Margen werden immer kleiner. Wenn das so weitergeht, übersteigen die Kosten die Gewinne. Dann kann ich meinen Laden dicht machen!”

employerbrandingSo wie Alfons K. geht es derzeit vielen Inhabern kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU). Trotz eigentlich guter Auftragslage schwebt das Damoklesschwert des Niedergangs über ihren Köpfen. Auslöser ist nach wie vor der eklatante Fachkräftemangel, der durch den Rückzug der “Baby Boomer” aus dem Arbeitsleben in Zukunft noch befeuert wird: Sehr gut ausgebildete Leute der geburtenstarken 1950er Jahre verabschieden sich in den vorzeitigen oder regulären Ruhestand. Ersatz ist nicht in Sicht.

Die meisten der so betroffenen Unternehmer reagieren auf das riskante Defizit traditionell mit Stellenanzeigen. Dass diese nicht so recht funktionieren, ist einem Umstand geschuldet, der in KMU-Kreisen sehr weit verbreitet ist: Die Firma ist außerhalb der engen Branchengrenzen nahezu unbekannt. So bewerben sich dann die wenigen vorhandenen Fachkräfte vor allem aus MINT-Bereichen (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik) lieber bei renommierten Unternehmen mit wohlklingenden Namen. KMU haben das Nachsehen – trotz teilweise deutlich attraktiverer Arbeitsbedingungen.

“Employer Branding hat zum Ziel, in den Wahrnehmungen zu einem Arbeitgeber eine unterscheidbare, authentische, glaubwürdige, konsistente und attraktive Arbeitgebermarke auszubilden, die positiv auf die Unternehmensmarke einzahlt.”
(Quelle: Queb e.V.)

Das heißt also nichts anderes, als das Unternehmen “als Arbeitgeber” bekannt – und begehrt – zu machen. Herkömmliche Strategien aus Werbung und PR greifen dabei zu kurz, gefragt sind vielmehr Maßnahmen, die einerseits das menschliche “Bauchgefühl” direkt ansprechen und andererseits nachhaltig wirken.

Empfohlene Maßnahmen fürs Employer Branding

Online-Magazine

Mit einem informativen und zugleich unterhaltsamen Online-Magazin erreichen Sie Ihre potenziellen Fachkräfte aus den MINT-Bereichen genau da, wo sie täglich zu finden sind: im Internet. In Reportagen, Interviews, Fotos und Videos beschreiben Sie beispielsweise, welche Vorteile Ihr Unternehmen Fachkräften bietet.

E-Mail-Newsletter

Ihr Newsletter ist sozusagen die Kurzform Ihres Online-Magazins. Mit einem wichtigen Unterschied: Während das Magazin im Internet extra angesteuert werden muss (Pull), kommt der Newsletter frei Haus (Push) – an Empfänger, die sich dafür extra eingetragen haben.

Fachbücher

Viele Inhaber eines kleinen oder mittleren Unternehmens besitzen einen Erfahrungsschatz, der Wert ist, veröffentlicht zu werden. Als Fachbuch beispielsweise. Dank “Book on Demand” halten sich die Kosten dafür in überschaubaren Grenzen.

Case Studies

Es gibt wohl kaum ein besseres Verkaufsargument als positive Kundenbewertungen. Mit Case Studies stellen Sie diese überzeugend heraus. Die in der Regel zweiseitigen A4-Dokumente sollten entsprechend Ihrer Corporate Identity gestaltet sein.

Pressearbeit

Das  sprichwörtliche “Lass’ sie schreiben, was sie schreiben, Hauptsache, dass sie schreiben” gilt in Zeiten des Informationsüberflusses schon lange nicht mehr. Heutzutage werden Unternehmen von Medien nur dann zur Kenntnis genommen, wenn sie einen großen Namen besitzen oder spektakuläre Neuigkeiten zu vermelden haben. Mit professionellem Employer Branding kommen Sie diesem Ziel ein gutes Stück näher …

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