Weltweit arbeiteten Ende 2025 erstmals mehr als fünf Millionen Industrieroboter in Fabriken. Das entspricht einem Zuwachs von neun Prozent gegenüber dem Vorjahr. Auch bei den Neuinstallationen meldet die International Federation of Robotics (IFR) einen Rekord: Mehr als 600.000 Roboter kamen 2025 hinzu, elf Prozent mehr als 2024. Hinter dem globalen Wachstum stehen allerdings sehr unterschiedliche Entwicklungen in den einzelnen Märkten.
China baut seinen Vorsprung aus
China installierte 2025 rund 354.000 Industrieroboter und vereinte damit 59 Prozent aller weltweiten Neuinstallationen auf sich. Gegenüber dem Vorjahr stieg die Zahl um 20 Prozent. Zugleich behaupteten chinesische Hersteller ihre starke Position im eigenen Markt: Sie lieferten 55 Prozent der dort neu installierten Roboter.
Die USA rückten mit knapp 38.500 Neuinstallationen auf Platz zwei der weltweiten Absatzmärkte vor. Indien verzeichnete einen Zuwachs von 15 Prozent auf fast 10.500 Einheiten. Beide Märkte wachsen, bleiben beim jährlichen Installationsvolumen allerdings weit hinter China zurück.
Deutschlands Markt schrumpft
Deutschland bleibt der größte Robotermarkt Europas und liegt weltweit auf Rang fünf. Im Jahr 2025 sank die Zahl der Neuinstallationen jedoch um acht Prozent auf weniger als 25.000. Auch Italien, Frankreich und Spanien meldeten Rückgänge. Die Zahlen zeigen eine schwächere Nachfrage in wichtigen europäischen Märkten; sie belegen für sich genommen aber noch keinen dauerhaften Verlust an Automatisierungsfähigkeit.
Für die deutsche Industrie ist besonders die Entwicklung der Automobilbranche relevant. Sie bleibt hierzulande der größte Anwender von Industrierobotern, ihr Anteil an den Installationen geht laut IFR jedoch zurück. Ob andere Branchen zusätzliche Nachfrage schaffen, dürfte deshalb für die weitere Entwicklung des deutschen Robotermarktes entscheidend sein.
Weitere Zuwächse erwartet
Die IFR rechnet für 2026 mit weltweit 655.000 neu installierten Industrierobotern. Bis 2029 könnten es 806.000 pro Jahr sein. Das sind natürlich Prognosen, keine bereits erreichten Werte. Als Treiber nennt der Verband unter anderem den Aufbau zusätzlicher Produktionskapazitäten, Fachkräftemangel sowie Fortschritte bei Bilderkennung, Sensorik und KI. Einfachere Programmierung und Integration könnten zudem weitere Anwendungen wirtschaftlich machen.